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Noch sechs Tage bis zu meinem Workshop auf der Bits&Bäume-Konferenz nächstes Wochenende in Berlin. Und es wird Zeit, dass die Grundlagen zu dem Thema „Meine Stromdaten und ich“ mal ans Laufen kommen. Und nun ist ein wichtiger Meilenstein in der Vorbereitung erreicht: Alle Komponenten von Hard- und Software haben heute das erste Mal einwandfrei funktioniert: Ein Energiecockpit in Light, Sound and Magic!

Ziel des Workshops ist es, Wege aufzuzeigen, wie man mit kleinem Geld und ein wenig Anleitung an die Daten einer modernen Messeinrichtung heran kommt. Immerhin werden diese Geräte aktuell in jeden Haushalt eingebaut. Damit stellen diese neuen, elektronischen Zähler die zentrale Datenquelle für die Digitalisierung der Energiewende dar. Das Problem: Die Nutzerschnittstellen sind gewöhnungsbedürftig. Und so muss man ein paar Tricks kennen, um die Hürden zu den eigenen Energieverbrauchsdaten zu überwinden.

Wer direkt in die Anleitung gehen möchte, hat hier den Überblick:

Aber: Das ganze soll ja auch Spaß machen! Daher gibt es nicht nur eine Anzeige mit den üblichen Tabellen und Graphiken. Vorgestellt werden zusätzlich drei Module auf Basis des Raspberry Pi, die erst richtig Spaß bringen.

Und so sieht der Aufbau dann aus – guckst Du <– links

Die Energiewende kann nicht nur digital – die kann auch bunt und laut. Und wer das ganze in Bewegung sehen möchte, kann sich das hier anschauen.

Um nicht den Überblick bei den unterschiedlichen Bausteinen zu verlieren, müssen wir uns nun einmal den Details zuwenden – und schreiben zunächst  ein paar Nummern in das Foto.

So – jetzt also der Aufbau im einzelnen:

  1. Der drahtlose Tastkopf angetrieben von einem Akku liest die Daten von der modernen Messeinrichtung und stellt diese als Quelle des Vergnügens im lokalen Netz bereit. Die Daten werden NICHT ins Internet kommuniziert.
  2. Der große rote Kollege nennt sich GrafanaPi und schiebt die Daten nicht nur in eine Influx-Datenbank. Mit dem Grafana-Server lassen sich auf Basis der Daten schöne Dinge zeichnen, also die kleine Diagramme und eine Cockpit-Anzeige für die aktuelle Leistung in Watt.
  3. Hier zeigt der Laptop das vom GrafanaPi bereitgestellte, vollständige Cockpit, dass in einer 10-Sekunden-Auflösung die Daten anzeigt – sowohl die Leistung in Watt als auf den Zählerstand in Kilowattstunden.
  4. Der kleine UnicornPi mag es nicht so wissenschaftlich, sondern erfreut sich lieber an bunten Farben. Mit Einhorn-Power werden aus schnöden Leistungswerten bunte Balken, die von rechts nach links durch die Anzeige rollen. Je roter und höher der Balken, um so mehr Energie wird gerade verbraucht. Denn – hoher Energieverbrauch ist schlecht für das Karma-Konto.
  5. Der ScrollheadPi ist ein nüchterner, stoischer Geselle, der schnöde seine Arbeit verrichtet. Hier lässt sich im 10-Sekunden-Takt die aktuelle Leistung ablesen, die der Zähler misst. Man könnte ihn auch langweilig nennen, wenn das keine Beleidigung für diesen zuverlässigen Kameraden wäre.
  6. Kommen wir nach Unicorn Power zum Mitglied der Metal Militia. PhatBeatPi hat die Aufgabe, je nach aktueller Leistungsmessung am Zähler ein Gitarrenriff oder ein Song-Intro auszuwählen – natürlich alles Klassiker des Heavy Metal. Er kann manchmal ganz schön zickig sein. Doch warum sollte man den Energieverbrauch nicht auch hören?
  7. Natürlich müssen Boxen her, wo Metal gespielt wird. Also auch hier. Die Lautsprecher werden von dem kleinen Headbanger in Red (siehe 6.) ganz schön rangenommen. Das haben die in ihrem Alter manchmal nicht so gerne. Aber – Hautsache der Spirit stimmt.
  8. Um ein WiFi Netzwerk nutzen zu können, wird der gesamte Versuchsaufbau von einem Reise-Hotspot zusammengehalten. Der ist zwar ein wenig träge beim Hochfahren, aber wenn erst einmal alle Geräte angemeldet sind und ihre Netzadressen bekommen haben, gibt es kein halten mehr.
  9. The Yardbirs featuring Jeff Beck, Live 1964 bis 1966 (Vinyl)
  10. AC/DC, TNT, Australien, 1975 (Vinyl)
  11. Ronny James Dio, Live Stockholm 1983 (Vinyl)

So, dass muss für heute als Vorgeschmack erst mal reichen. Tiefer in die Details geht es in weiteren Blog-Beiträgen und natürlich am kommenden Samstag:

Bits & Bäume

Berlin (Technische Universität)

„Meine Stromdaten und ich

17.11.2018, 15 Uhr

Dauer: ca. 45 Minuten